Infocluster
Ziel — Die Wissensschicht, aus der KI-Agenten arbeiten. Ein Agent ohne dauerhaftes Gedächtnis fängt jedes Mal von vorn an, driftet weg von dem, was längst entschieden war, und produziert Arbeit, die noch einmal gemacht werden muss. Infocluster ist der Ort, an dem dieses Wissen liegt und bleibt: verschlüsselt, mandantenweise getrennt, von mehreren Agenten gleichzeitig les- und beschreibbar — und für den Menschen jederzeit einsehbar, änderbar und beweisbar. Der Nutzen ist, dass die Arbeit von gestern morgen noch gilt.
Herausforderung — Das schwere Problem einer geteilten Wissensschicht ist nicht das Speichern. Es ist der Widerspruch. Sobald mehrere Agenten aus demselben Bestand lesen — und zunehmend Agenten verschiedener Hersteller —, ist ein Widerspruch darin schlimmer als eine Lücke: Jede Laufzeitumgebung löst ihn anders auf, die eine verweigert, wo die andere weitermacht, und keine von beiden fragt nach. Verkauft wird deshalb genau das, was dann fehlt: eine Auflösung und eine Spur — nicht die privaten Heuristiken von N Laufzeitumgebungen.
Aktueller Stand — Steuerungsebene, kryptografischer Umschlag, Suche, Datenhaltung und Oberfläche sind gebaut und laufen als Ganzes zusammen — bisher gegen Testdaten; der Anschluss an den echten Speicher ist der nächste Schritt. 3 Eigenschaften tragen das Ganze:
Was eine Instanz nicht erreichen kann, meldet sie als nicht ausgewertet — niemals als grün. Jeder Zugriff wird als Beleg geführt und ist exportierbar, und die Grenze dieses Nachweises steht daneben: Er belegt, was die Schnittstelle passiert hat, nicht, was eine fremde Laufzeitumgebung danach damit getan hat. Und die schärfste Regel ist ohne Abkürzung gebaut: Wo das Berufsgeheimnis den Mandanten schützt und nicht den Berater, gibt es keinen Bestätigungsklick — der Geschützte sitzt nicht mit am Tisch, und das Datenmodell hat für diesen Klick keine Spalte.
Der Mensch ist dabei nicht Zuschauer: Er schreibt selbst hinein, ändert und ergänzt, wann er will. Gelandet wird auf einer Liste, und wer sehen will, wie die Dinge zusammenhängen, schaltet auf den Graphen — der je Ansicht genau eine Frage beantwortet, was gerade offen ist oder welcher Agent wohin reicht, statt alles auf einmal zu zeigen und damit nichts. in progress
Welche Rolle KI spielt — Die tragende. Das Produkt ist für Agenten gebaut, nicht für Menschen mit Agenten daneben: Sie pflegen und füllen den Bestand — das ist ihre Arbeit, nicht seine. Sie erreichen ihn über eine einzige, herstellerunabhängige Schnittstelle und unter Ausschluss als Grundeinstellung; Zugriff wird pro Mandat und Vertrauensstufe erteilt, und den Schlüssel zur mandatsübergreifenden Suche bekommt kein Agent. Der Mensch gibt einmal frei, beim Erteilen des Zugriffs, nicht bei jeder einzelnen Handlung; seine Aufsicht besteht darin, dass er jederzeit sieht, was geschehen ist, und den Zugriff wieder entziehen kann. Das ist die bewusste Ausnahme von der sonstigen Arbeitsweise des Studios, benannt statt weggeredet: Sie verlagert das Gewicht vom Freigeben auf das Nachweisen.